Im Kindergarten leben sie auf, lieben die Betreuerin und stehen gerne im Mittelpunkt. Gerne machen sie, was sie wollen. Aber was sie nicht wollen, wird nicht gemacht und nicht gelernt. Und wer nicht mitmacht, wird liegen gelassen. Sie sind laut und stellen sich dar, solange bis sie es mal sollen. Sie zu motivieren ist äußerst schwierig, Vorsingen niemals und Regeln sind für andere da. Nur die selbst aufgestellten müssen bleiben und immer eingehalten werden.
Dann sind da die ganz verträumten, meist ganz lieben Kinder, die gerne zuschauen, die sich auch einmal etwas wegnehmen lassen und plötzlich aus geringstem Anlaß aufbrausen und einen Tobsuchtsanfall bekommen.
In der Schule zeigen sich Lernstörungen, Konzentrationsschwächen und dabei stören sie gerne im Unterricht. Die Schulleistungen liegen weit unter ihren Möglichkeiten. Vor allem die Hausaufgaben ziehen sich in die Länge und sind Anlaß für Streit. Anfangen ist schwierig, oft wird ganz vergessen, was zu tun ist und das Übern wird zur Katastrophe. Die Mädchen neigen mehr zum Träumen, zeigen aber auch nicht die Leistung, die man von Ihnen erwartet. Sie sind kreativ, reden viel und sind sehr schnell frustriert. Gerne sind sie selbstbestimmend aber nicht anpassungsfähig, eigenständig, aber nicht umsichtig. Sie stehen sich oft im Wege und finden sich schnell an den Rand der Gruppe gedrängt. Integration wird zunehmend schwierig. Und es zeigen sich überstarke Gefühlsausbrüche und Reaktionen, teilweise vollkommen grundlos - meinen Sie.